Spendenkonto
der Stiftung
für Reform der Geld- und Bodenordnung:
Konto 102 33 00
GLS Bank
BLZ 430 609 67

SILVIO-GESELL.DE | .AT

LESEPROBEN 20 | Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus

   „Hat Herr Stöcker ein Recht die Juden zu verfolgen? Ist nicht das Geld eine öffentliche Einrichtung? Kann nicht jeder, wenn er dazu befähigt ist, den Juden Konkurrenz machen? Die Judenhetzerei ist eine kolossale Ungerechtigkeit und eine Folge einer ungerechten Einrichtung, eine Folge des heutigen Münzwesens.
   Wo Aas ist, das versammeln sich die Adler. Will man die Adler vertreiben, so braucht man die Lockspeisen nur fortzuschaffen und die Adler werden von selber verschwinden, ohne dass es nötig sein wird, auch nur einen einzigen zu töten.
   Die Münzreform macht es unmöglich, dass jemand erntet ohne zu säen, und die Juden werden durch dieselbe gezwungen werden, die Verwertung ihrer großen geistigen Fähigkeiten nicht mehr im unfruchtbaren Schacher zu suchen, sondern in der Wissenschaft, Kunst und ehrlichen Industrie. Die Münzreform schützt die Juden nicht allein vor jeder weiteren Verfolgung, sondern sie sichert auch der deutschen Wissenschaft und Gesetzgebung die Mitwirkung des jüdischen Scharfsinnes.“

Nervus rerum (1891), in: Band 1, S. 140 – 141.


   „Dem aufmerksamen Beobachter entgeht es nicht, dass der Sinn für den Wucher, den Schacher, das Glücksspiel, das arbeitslose Einkommen im deutschen Volke mächtig im Zunehmen begriffen ist. Wäre dieser Schachergeist ein spezifischer Charakterzug der Juden (was er nach unserer Beobachtung durchaus nicht ist), so könnte man die Behauptung der Antisemiten, dass das deutsche Volk verjüdelt sei, gelten lassen. Aber die ‚Verjüdelung’ haben weniger die Juden als die Reichsbank verursacht. Jedes Volk passt sich den Verhältnissen an. Und wenn die Reichsbank mit ihrer auf Hausse und Baisse, auf immerwährende Differenzen gerichteten Politik den Schacher großzieht, so darf man sich nicht wundern, dass zuletzt selbst der schönste Arier schäbig wird.“

Aktive Währungspolitik (1909), in: Band 5, S. 123 – 124.


   „Die von mancher Seite angestrebte Rassereinheit mag für viele Dinge, namentlich für die Uniform- und Schuhleistenfabriken einen Vorteil haben, hat aber auch wieder manchen Nachteil. Die Menschheit braucht eine möglichst große Mannigfaltigkeit in den körperlichen und geistigen Eigenschaften; das besorgt schon allein die Arbeitsteilung. … Die Erfahrung spricht also eher für als gegen die Rassenmischung. … Der Mensch will für sich allein, als Persönlichkeit, nicht als Teil einer Masse, einer Herde betrachtet sein und insofern kann jeder für sich das Recht beanspruchen, für sich allein einen Typ, eine Rasse darzustellen.“

Freihandel oder Schutzzoll? (1912), in: Band 7, S. 126 – 127.


   „Eine blühende Volkswirtschaft erzeugt überall eine friedliche Stimmung. … Aber wenn die Volkswirtschaft unbefriedigend ist, wenn der Absatz fehlt, wenn Arbeiter in Massen feiern, wenn die Unternehmer und Kaufleute die Bilanzen mit Defizit abschließen und die staatlichen Einnahmequellen versiegen! Dann erscheint jedem Volk das eigene Feld zu klein und schlecht, das der Nachbarn übermäßig groß und fruchtbar.“

Die Rolle des Geldes in den Geschicken der Völker (1913), in: Band 8, S. 54.


   „Rassenfragen sind reine Privatsachen. Rassendurcheinander braucht nicht zur Rassenmischung führen, namentlich für die nicht, die sie nicht wünschen. Der Staat ist kein Rassenzüchter. Es sind rein praktische Dinge, die der Staat zu verrichten hat. Wo er mehr tut, da pfuscht er, da gibt er dem Staate Selbstzweck auf Kosten der Individualität der Bürger.“

Physiokratische Friedensdiktate zum freundlichen Gebrauch für den Sieger,
wer er auch immer sei – Kriegsflugblatt Nr. 6 (1914), in: Band 8, S. 192.


   „Programm, Taktik, Werbearbeit müssen immer ‚unter den Augen’ der Einheitsfront stehen. Alles, was die Einheitsfront fördert, wird auch sachlich richtig sein, da ja alle dem gleichen Ziele zustreben. Wer glaubt, hier auf Widersprüche zu stoßen, kann sicher sein, dass er irrt. Irgendwo, hinter dem Berge vielleicht, wird man immer die zur Einheitsfront strebenden gemeinsamen Interessen wieder finden.
   Programm, Taktik, Werbearbeit müssen es also möglich machen, dass in unseren Versammlungen Mitglieder aller Arbeiterorganisationen, der christlichen und der sozialdemokratischen, aller Rassen, aller Stände den Ausführungen folgen können – ohne Furcht, in ihren persönlichen Anschauungen verletzt zu werden. Unsere Literatur muss für römische Katholiken, für Juden und Protestanten, für Neger wie für Weiße gleich genießbar sein.“

Die sieghafte Einheitsfront des schaffenden Volkes und ihr Programm (1921),
in: Band 13, S. 138.


   „Solange wir keine Revision des Friedensvertrages herbeiführen können, werden wir alle Kräfte einsetzen, um ihn zu erfüllen, und darüber hinaus das Unmögliche versuchen. … Grundbedingung für jede Reparation bleibt, dass die Arbeitsleistungen wieder auf Friedenshöhe steigen. Dass dann das steuerbare Vermögen im Deutschen Reich eine Belastung von 132 Milliarden Goldmark tragen kann, steht außer Zweifel.“

Die Diktatur der Not (1922), S. 70 – 71.


   „Oberschlesien wie auch die anderen vom Deutschen Reich abgetrennten Gebiete betrachten wir nicht vom Standpunkt des Machtstaates und auch nicht von dem des nationalen Wirtschaftsgebietes. Der Weltkrieg, der die Macht des Deutschen Reiches, der stärksten Weltmacht, zerbrach und so den Gedanken des auf Macht allein vertrauenden Staates geradezu lächerlich gemacht hat, derselbe Weltkrieg, der dem blockierten Deutschland klar machte, was für ein kümmerliches Ding ein solches nationales Wirtschaftsgebiet ist, zeigt auch denen, die nur der Erfahrung trauen, dass mit den beiden genannten Staatsgrundsätzen kein Staat zu machen ist. Unser Wirtschaftsgebiet ist die Welt und der Frieden unsere Macht. Der Krieg entsprang dem Glauben an den Machtstaat und an die Notwendigkeit eines nationalen, möglichst großen Wirtschaftsgebietes. Wir verzichten auf beides. Weder Machtstaat noch nationales Wirtschaftsgebiet. … Der Krieg entsprang dem Glauben an den Machtstaat und an die Notwendigkeit eines nationalen, womöglich sogar ‚geschlossenen’ Wirtschaftsgebietes, das natürlich nie groß genug sein konnte und darum schon den Keim zu ewigen Reibereien mit gleichstrebenden anderen Staaten in sich trägt. Wir machen Schluss mit diesen unklaren, gefährlichen und krankhaften Gedankengängen. …
   Wir werden dem oberschlesischen Volke volle Autonomie geben innerhalb folgender Grenzen:
a )  Freihandel nach allen Richtungen hin, d.h. auch nach Polen und Tschechien hin;
b )  Entlastung des Staates in allen Kulturfragen, also Entstaatlichung der Kirche und der Schulen, Pressefreiheit;
c )  Auflösung aller Militärmacht;
d )  Freiland und Freizügigkeit im Sinne der weiterhin für Deutschland vorgeschlagenen Reformen; Internationalisierung der Kohlenbergwerke im Sinne von Freiland;
e )  Esperanto oder wenigstens volle Gleichberechtigung beider Sprachen als Amtssprache. …
   Das, was hier für Oberschlesien gesagt ist, gilt sinngemäß für alle anderen vom Reich abgetrennten Gebiete.“

Die Diktatur der Not (1922), in: Band 14, S. 73 – 74.


   „Italien ist an den deutschen Reparationsleistungen weniger interessiert. … Ritti war für den Weltverkehr und sah im Versailler Diktat ein schweres Hindernis für diesen Weltverkehr. Mussolini dagegen, als Nationalist, wird wie alle Nationalisten lieber ein kleines, aber geschlossenes nationales Wirtschaftsgebiet ausbauen wollen. Klein, aber mein! … Dem Nationalisten ist das, was im Ausland vorgeht, gleichgültig.“

Revision des Friedensvertrages oder Reparationsbolschewismus? (1922), in: Band 14, S. 193.


   „Die Freiwirtschaft zwingt, bei allen Untersuchungen immer den Globus sich vor Augen zu halten. So wird man von vornherein zur universellen Betrachtung der Dinge gezwungen. Enger Chauvinismus und Patriotismus findet hier keinen Platz mehr.“

Brief an Gesells Sohn Carlos und dessen Frau Martha vom 8.2.1923,
in: Band 18, S. 265.


   „Dann werden auch wieder die sog. Patrioten auftreten, die die allgemeine Zerfahrenheit benutzen werden, um den Mangel an Nationalgefühl für die Zustände verantwortlich zu machen. Dann wird man zur Hebung solchen Nationalgefühls zu dem bewährten Mittel greifen, die Völker zu verhetzen und an die niedrigsten Instinkte wird man appellieren. Alles, was das Ausland Gutes schafft, wird entweder verschwiegen oder herabgesetzt, während das Ungünstige breit getreten wird. Dann ist die Stimmung wieder bald reif für einen Krieg. Der Krieg aber wird selbstverständlich das Übel nur verschlimmern.“

Der Aufstieg des Abendlandes (1923), in: Band 14, S. 203 – 206.


   „Die Agrarier in Ostdeutschland waren immer für die Einführung von Kulis und auch Gorillas hätten diese Menschenfreunde eingeführt, wenn sie sich von solcher Kreuzung einen besonders bescheidenen Arbeitertyp hätten versprechen können. Von allen Völkern Europas hat wohl Deutschland am wenigsten unter der Inzucht zu leiden gehabt. Die Grenzen sind immer offen gewesen für die Rassen aller Länder. Deutschland war immer Zufluchtstätte für alle, die von anderen Ländern vertrieben wurden, so für die Juden aus Spanien, die Hugenotten aus Frankreich. Slaven, Mongolen, Zigeuner kamen immer scharenweise und niemand hat sich mit Rassenfragen beschäftigt. … Einzige Forderung ist, dass vor den Gesetzen alle Rassen volle Gleichberechtigung genießen. … Ich sehe im Nebeneinander der Rassen die erste Vorbedingung für die Rassenbeachtung überhaupt. Vorteile statt Nachteile sind von solchem Nebeneinander zu erwarten.“

Der Aufstieg des Abendlandes (1923), in: Band 14, S. 208 - 209.


     „Der ‚Dearborn Independent’ kämpft oft recht mutig gegen den Kapitalismus und für freie Wirtschaft; gerät aber oft in Widersprüche, indem er einerseits die verkehrten wirtschaftlichen Einrichtungen für alles Böse in der Welt verantwortlich macht, dann aber merkwürdigerweise wieder den Juden einen besonderen Teil der Verantwortung aufbürden möchte. Merkwürdig ist auch, dass dieser amerikanische Antisemitismus von Leuten ausgeht, die für Freihandel, aber auch für Alkohol- und Tabakverbot streiten, während der deutsche Antisemitismus meistens am Stammtisch gepflegt wird und umgekehrt den Freihandel verurteilt und die Alkoholfreiheit begünstigt.“

Über den Handelsprofit (1923), in: Band 14, S. 300.


   „Einwanderungsbeschränkungen und Verbote stehen jeder großzügigen, proletarischen (im guten marxistischen Sinne) Weltwirtschaftspolitik im Wege. Diese Politik hat der engstirnigen sog. nationalistischen Politik, die uns die herrlichen Kriege gebracht hat und uns neue Kriege verspricht, neue Nahrung gebracht und sie auf höchst gefährliche Bahnen geleitet. Gerade wir Europäer, Vertreter der weißen Rasse, haben allen Grund, dem Staate keinen Rassecharakter zu geben. Die Rassefragen sind persönliche Angelegenheiten. Der Staat muss sich hier völlig neutral verhalten. Und diese Neutralität erfordert die Aufhebung des Souveränitätsrechts der Staaten in Bezug auf Einwanderungskontrollen.“

Die Monroe-Doktrin und mein Recht (1923), in: Band 14, S. 336.


   „Fords Buch ‚Der internationale Jude’ soll beweisen, dass es vor allem die Juden seien, welche die Welt in den Abgrund führen, dass die Juden als Volk bewusst Kriege und Revolutionen, Krise und Preisaufblähung machen würden. … Dass die Juden das Geldwesen durchschauen und lenken lernten, erklärt sich historisch. Es sind gerade die Christen, die das ursprünglich anders orientierte Volk der Juden zum Geldhandel gezwungen haben. Im Mittelalter beanspruchten die Christen alle ehrlichen Handwerke und Berufe für sich; der schmutzige und entehrende Beruf des Geldhändlers und Wechslers (Zinsverbot) wurde einzig den Juden überlassen. Wie darf ein Christ wie Ford es ihnen zum Vorwurf machen, dass sie es darin zur Meisterschaft gebracht haben? Für uns Volk baumelt es sich übrigens gleich angenehm am jüdischen wie am christlichen Zinsgalgen. Nicht die Verruchtheit eines besonderen Volkes ist schuld an der Gegenwart, es ist die Rückständigkeit der gesellschaftlichen Ordnung, die Barbarei der ganzen Menschheit.
   Ford zählt eine Menge Schandtaten der jüdischen Hochfinanz auf; sie werden wohl stimmen. Diese Juden handelten nur als ebenbürtige Genossen der christlichen Landräuber Gould, Vanderbildt, des bluttriefenden Menschenfreundes Carnegie, des Schuftes und Philantropen Morgan. Die Missetaten der Hochfinanz gliedern sich nicht in christliche und jüdische; es ist unterschiedslos der Sieg des Mammonismus über die Menschenseele. Nicht die Juden sind zu bekämpfen, sondern die Machtmittel, die in jüdischen und christlichen Händen seit Jahrtausenden namenloses Unglück anrichten. Von der Zinsbürde frei, wird die Seele den Weg zum Guten finden.“

Ford und die Juden (1923), in: Gesammelte Werke Band 14, S. 400.


   „Die primitiven Gedanken nationalistischer, chauvinistischer Menschen, die müssen bei der Werbung vor dem Eintritt in den Bund den freien Gedanken Platz gemacht haben. Die Erfahrung wird zeigen, dass nicht jeder imstande ist, auf diesem Gebiet umzudenken. Solche Personen soll man nicht weiter werbend belästigen, auch wenn es Personen sind mit vollem Geldbeutel, die man für die Kasse des Bundes zu schinden hoffte. Je mehr Geld ein solcher Finsterling hat, umso gefährlicher würde er im Bund. Es sind ja wahrhaftig genug andere da.“

Bedenkliches bei Ortsgruppengründungen (1924), in: Band 15, S. 65.


   „Wer aber weiß, was es bedeutet, wenn man einen Menschen in seinen Rasseeigenschaften beanstandet, der hat eine Ahnung von dem, was in der Seele der Mongolen vorgeht, wie tief diese Menschen sich verletzt fühlen müssen. Diese Verletzung schmerzt mehr als eine individuelle Verletzung. Wer das weiß, der sieht am blutroten Horizont die Konturen des entsetzlichsten Dramas aufsteigen, das sich auf dem Erdball abgespielt hat, den Zusammenprall der weißen und gelben Rassen, den fürchterlichsten, unbarmherzigsten Krieg, den Rassenkrieg, der nur als Ausrottungskrieg einen Sinn hat. …
   Wir fordern die Beseitigung jeder Einwanderungskontrolle. Die Gelben, die Weißen, die Schwarzen – alle sollen das gleiche Recht auf die Erde, auf den amerikanischen Kontinent haben, genau wie wir jedem Amerikaner Europa und die Mongolei zu Nutz und Freude zur freien Verfügung stellen wollen. … Die Freizügigkeit in Verbindung mit der Verteilung der Grundrenten unter die Mütter wird alle kapitalistischen, monopolistischen, nationalistischen, imperialistischen Gelüste gleich im Keime ersticken. Auf diese Weise verschaffen wir auch dem Rassenproblem ein Sicherheitsventil. Die Rassen werden dann die Welt nicht mehr nebeneinander, sondern durcheinander bewohnen.“

Stellungnahme zur amerikanischen Monroe-Doktrin (1924),
in: Band 14, S. 208 und 334 – 336; Band 15, S. 199 – 202 und 246 - 248.


  „Das Völkische, soweit es in Politik ausgeartet ist, muss bis aufs Messer bekämpft werden. … Jeder Herabwürdigung anderer Rassen ist mit Kraft entgegenzutreten, so dass alles, was wir sagen und schreiben, ohne weiteres in alle Länder der Welt, unter alle Völker des Menschengeschlechtes getragen werden kann. Das Kosmische, das Allmenschliche der Freiwirtschaft muss den Geist unseres Kampfes tragen. Die Liebe zum Menschengeschlecht, zu dem von allen Göttern verlassenen Menschengeschlecht muss das Arsenal liefern, wo wir unsere Waffen herholen im Kampfe mit nationalistischen Anschauungen und Vorurteilen.“

Die Eroberung der politischen Macht für und durch FFF (1924), in: Band 15, S. 109.


„Die deutsche Geschichte ist die Geschichte meiner persönlichen Schande.“

Die Rechtfertigung der französischen Ruhrpolitik durch den Reichskanzler (1924)
in: Band 15, S. 165 – 166.


   „Mein Irrtum ist es gewesen, dass ich der freiwirtschaftlichen Gedankenwelt eine viel größere erzieherische Kraft zumaß. Mir war es eine Selbstverständlichkeit, dass die nationalistischen Federn, die den freiwirtschaftlichen Mauserungsprozess überlebten, über kurz oder lang abgestoßen würden. Solches ist aber bei vielen FFF-Leuten leider nicht eingetreten. Diese Federn sitzen sehr fest und ich bin auch noch nicht dahinter gekommen, woran das liegt. … Die nationalistischen Elemente stoßen sich an der Freilandforderung, wie ich sie von Anfang an immer vertreten habe. Diese Pille vermögen sie nicht zu schlucken.“

Brief an Will Noebe vom 26.8.1925 aus Buenos Aires, in: Band 18, S. 313.


   „Wir könnten doch wenigstens erreichen, dass der Staat den nationalen ‚Fremdkörpern’ gegenüber, den in der Diaspora lebenden Zigeunern, Deutschen und Juden solche kulturelle Enthaltsamkeit übe. … Nach Abbau des Staates im oben angedeuteten Sinn und Umfang hört jede Kontrolle der Einwanderung auf. Jeder Deutsche, Zigeuner, Jude und Mongole zieht dahin, wo er glaubt, Vorteile zu finden. … Die Rassen und Völker werden sich nicht mehr in geschlossenen Massen, als im Staate organisierte Massen gegenübertreten, sondern immer nur als Einzelmenschen. Und man weiß aus Erfahrung, wie viel mehr Achtung, Anstand, Menschenliebe und Verständnis der einzelne Mensch im Verkehr mit anderen, namentlich mit Fremden, entwickelt, als der auf Gewalt und angemaßte Rechte pochende Staat. Verständnis, Achtung und Menschenliebe werden uns aber allein den Frieden bringen.“

Wie wir Deutschland im Völkerbund vertreten würden (1926),
in: Band 16, S. 97 und 100 – 101.


   „Vergessen wir nicht, dass der Mensch stets nach dem Ebenbilde Gottes ausfällt und dass, wenn auch Rassezucht des Viehs möglich ist, diese beim Menschen ewig fehlschlagen muss. Gott, nicht der Züchter formt den Menschen, wie er ihn haben will. Wie wir Gott nicht verändern können, so können wir auch sein Ebenbild nicht auf dem Wege der Zucht verändern. … Rassefragen sind private Angelegenheiten, keine Staatsangelegenheiten. Als Staatsangelegenheit behandelt, wird die Rassefrage zur Judenfrage, zur Polenfrage, zur Zigeunerfrage, zur sächsischen, bajuwarischen, preußischen Frage und schließlich noch zur Frage des blauen und des roten Blutes. Privatangelegenheiten sind das, mit denen wir uns im Parlament nicht zu befassen haben. Solche Politik führt unrettbar zum lächerlichsten Fiasko.“

Der abgebaute Staat (1927), in: Band 16, S. 277 – 278.

  zurück zur Übersicht

[Home] [Biografisches] [Fotos | Zitate] [Gesammelte Werke] [Das Hauptwerk Translations] [Nachträge] [Leseproben] [Ökonomen  Über  Gesell] [Wahlverwandte] [Theologen Über Geld-Zins-Boden] [Weitere Stimmen Zu Gesell] [Weiterführende Texte] [Links] [Kontakt | Impressum]

|||  © GAUKE GMBH   |||