Fotos, Abbildungen und Zitate - eine Auswahl

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„Es gibt in der Volkswirtschaft keine kleinen Fehler. Der geringste Missgriff zieht unberechenbare Folgen nach sich. Wer von einer irrigen Theorie geleitet seinen Weg fortsetzt, gelangt unfehlbar auch zu irrigen Resultaten.“
Silvio Gesell, Die Verstaatlichung des Geldes (1892), in: Gesammelte Werke Band 1, S. 167.

„Die ganze Erdkugel, so wie sie da im prächtigen Flug um die Sonne kreist, ist ein Organ eines jeden einzelnen Menschen. Dürfen wir nun gestatten, dass einzelne Menschen Teile dieser Erde als ausschließliches und ausschließendes Eigentum in Beschlag nehmen? ... Den Schwarzen, den Roten, den Gelben, den Weißen  - allen ohne Ausnahme gehört die Erde ungeteilt.“
Silvio Gesell, Das Recht auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld- und Bodenreform (1906), in: Gesammelte Werke Band 4, S. 78 und 80–81; Band 11, S. 99.

„Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der zur Barbarei zurückführt. ... Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.“
Silvio Gesell, Geld oder Krieg (1912), in: Gesammelte Werke Band 7, S. 170.

„Reichtum und Armut sind gleichmäßig verkehrte Zustände. Sie gehören nicht in einen geordneten Staat. Sie sind mit dem Bürger- und Völkerfrieden unvereinbar. ... Armut ist eine Kette und Reichtum ist eine Kette. Und der Anblick von Ketten muss jedem Freien ein Gräuel sein. Wo er sie sieht, muss er sie brechen.“
Silvio Gesell, Die Natürliche Wirtschaftsordnung (1920), in: Gesammelte Werke Band 11, S. 226.

„Die Freiwirtschaft zwingt, bei allen Untersuchungen immer den Globus sich vor Augen zu halten. So wird man von vornherein zur universellen Betrachtung der Dinge gezwungen. Enger Chauvinismus und Patriotismus findet hier keinen Platz mehr.“
Brief Silvio Gesells vom 8.2.1923 an seinen Sohn Carlos und dessen Frau Martha, in: Gesammelte Werke Band 18, S. 265.

„Unser Boden- und Geldrecht bildet die Grundlage der gesellschaftlichen Ordnung. Auf ihm spielt sich das Leben ab. Es ist der Träger der Arbeitsteilung, der Industrie, des Verkehrs, des Handels. Es prägt allen gesellschaftlichen Einrichtungen, allen Sitten und Gebräuchen, der Ehe, dem Bau der Städte, der Architektur, den Mietskasernen, der nationalen und internationalen Politik, der Literatur, der Philosophie, der Religion, dem Streben der Jugend wie des Alters den Stempel auf, und zwar den schmutzigen Stempel der Gewalt, des Hasses, der Rohheit, der Verlogenheit des Klassenstaates. Innerlich wie äußerlich sind wir zum Spiegelbild dieses Rechts geworden.“
Silvio Gesell, Der Aufstieg des Abendlandes (1923), in: Gesammelte Werke Band 14, S. 203.

„Das Fundament des Zukunftsstaates kann nur die Liebe sein, die aus dem Glauben an Gott erwächst, die unendliche Liebe zum Menschen aller Sprachen, aller Staaten, aller Farben  - die große Liebe, die keinen Sinn hat für Macht, Militär, Gewalt, Zölle, Monopole, Monarchie und Parteistandpunkte.“
Silvio Gesell, Der abgebaute Staat (1927), in: Gesammelte Werke Band 16, S. 282.

„Wenn wir unfähig bleiben, die Aufgabe, die uns gestellt wurde, zu lösen ..., wird die Regierung von links nach rechts und von rechts nach links pendeln. Und jeder Pendelschlag wird die Verwirrung, die Hilf- und Ratlosigkeit vermehren.“
Silvio Gesell im Winter 1929/30, in: Gesammelten Werke Band 11, S. 402